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Inside CFD2

18
Jul 2018

Vom CrossFit Newbie zum Coach – Meine Story im CFD2 Part 2
Von: Bernadette Werle

In Part 2 meiner Reihe an Erfahrungsberichten, möchte ich meine Eindrücke vom Übungsleiterkurs für olympisches Gewichtheben mit euch teilen. Der Kurs dauerte 4 Tage und wurde von ÖGV Ausbildungsreferent Herbert Schandl im BLZ Lunz am See abgehalten. Es nahmen 10 Personen an der Ausbildung teil, die allesamt (!) über CrossFit zum Gewichtheben gefunden haben. An dieser Stelle möchte ich gleich loswerden, dass Gewichtheben – nicht nur in Österreich – aufgrund von CrossFit einen deutlichen Aufschwung erlebt, was natürlich erfreulich ist. Trotzdem ist es so, dass Gewichthebevereine und deren Athleten in Wien immer noch (liebevoll) als „Zombies“ bezeichnet werden. Für mich ein Zeichen dafür, dass es höchste Zeit ist, hier wieder etwas Leben reinzubringen! Mehr dazu aber hoffentlich bald  …

Das Bundesleistungszentrum Lunz ist ein altes aber nettes Einfamilienhaus, in dessen Keller sich der Gewichtheberaum befindet – so „old school“, dass es schon wieder cool ist. Für unser leibliches Wohl (vor allem für reichlich Kaffeenachschub) sorgte Friederike Pfeiffer. Friederike ist seit 2 Jahren Weltrekordhalterin im olympischen Zweikampf in ihrer Altersklasse (Jg. 1952). Bis vor einem halben Jahr konnte Friederike ihrer Leidenschaft, dem Gewichtheben, sogar noch aktiv nachgehen. Sehr beeindruckend wie ich finde!

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Im Rahmen der Ausbildung wurde uns das olympische Gewichtheben sowohl in Theorie als auch in Praxis eingehend vermittelt. So nahmen wir einerseits mithilfe von Videoanalysen die Bewegungsabläufe im Gewichtheben genauer unter die Lupe und wurden andererseits auch in den Bereichen Organisationslehre des ÖGV, Sportanatomie, Ernährung für Kraftsportler sowie Sportpsychologie unterrichtet. Hier die wichtigsten inhaltlichen (Praxis)Punkte, die ich vom Kurs mitgenommen habe:

Der wichtigste Grundsatz: Gewichtheben ist eine Bewegung nach hinten - die Belastung ist zwar am ganzen Fuß, aber eher auf der Ferse.
Möglichst wenig horizontale Bewegung der Hantel (Ca. 6cm Spielraum).
Hantel eng beim Körper halten.
Parallelverschiebung im 1. Zug ist essentiell und kann bei nicht Berücksichtigung zu vielen Folgefehlern führen.
Kein nach vorne Springen.
Kein nach vorne Katapultieren der Hantel.
Möglichst kein Geschwindigkeitsverlust bei Kniepassage der Hantel.
Es sollte von Anfang an gelernt werden seine Kraft zu dosieren. Die Bewegungen beim Gewichtheben sollten bei jedem verwendeten Gewicht gleich sein (bei leichtem Gewicht nicht schneller).
ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN,…

Es hat mich sehr gefreut zu sehen, dass sich diese Inhalte größtenteils mit dem decken, was ich in meinem Training versuche selbst umzusetzen, aber auch mit dem, was Christian und ich versuchen euch in den Stunden beizubringen. Wir befinden uns also auf einem sehr guten Weg und freuen uns schon darauf, weiter mit euch an den Techniken des olympischen Gewichthebens zu arbeiten.